Interview with Angelina Lo

Wie bist du zum Yoga gekommen? Erzähle uns ein bisschen über deine “Yoga Journey”.

Schon als Kind faszinierten mich Geschichten aus dem fernen Osten und ich versuchte, die Tai Chi Übungen meines Grossvaters nachzumachen…

In meine erste Yogastunde stolperte ich dann aber vor zehn Jahren in Australien. Als Adrenalinjunkie und Bewegungsmensch erwartete ich Schweisstropfen, Spass und sportliche Herausforderung. Nicht viel mehr. Geblieben bin ich aber für die berührende Stille den zwischen den Bewegungen. Und so wuchs die Liebe zum Yoga mit all seinen Facetten, die ich mal extrem stark, mal weniger stark spürte, aber die immer tiefer wurde. Mit Yoga habe ich einen Lebensbegleiter für alle Lebenslagen gefunden. Jemanden, der die lauten und stillen, die glücklichen und schwereren Momente mit mir teilt und jemanden, der mich oft herausfordert und mich so auf vielen Ebenen bewegt und inspiriert.

Vor fünf Jahren habe ich dann mein erstes Teacher-Training absolviert. Inzwischen sind bereits einige Weiterbildungen dazugekommen und ich freue mich sehr, auf dieser Reise noch so vieles zu lernen und mit anderen zu teilen.

Was ist für dich das Besondere am Yoga?

Yoga ist der perfekte Begleiter in allen Lebenslagen und bietet unglaublich viele Optionen für jeden Anspruch und für alle Bedürfnisse. Und Yoga ist grösser als Körperhaltungen. Ganz nach dem Motto «We don't use the body to get into a pose. We use the pose to get into the body» kann man mit dem Kopf nicht immer verstehen, was gespürt werden muss. So hat jeder die Möglichkeit, auf seine oder ihre eigene Entdeckungsreise zu gehen!



Wie hat Yoga dich bzw. dein Leben verändert?

Wer Yoga macht ist immer total glücklich und mit sich im Reinen... Dachte ich früher.

Aber auf der Matte kommen auch mal Dinge hoch, die man vorher vielleicht eher verdrängt hat. Denn Yoga ist ein Weg, im ins Fühlen zu kommen, dahin zu gehen, was man im Alltag gerne mal mit einem «Augen zu, Atem anhalten und durch» abtut - a.k.a. auf Autopilot funktioniert. Durch Yoga habe ich Tools an der Hand, diese Emotionen etwas distanzierter zu betrachten, und mich auch in den Stürmen des Lebens und während Rückschlägen wie bspw. meinen doch einigen Sportverletzungen in Vertrauen und Resilienz zu üben. Zu unterscheiden, wo ich gerade etwas annehmen oder an den Dingen arbeiten darf! Und so bin ich schliesslich vielleicht doch ein kleines bisschen zufriedener. Aber natürlich es ist ein ständiger Prozess!


«We don't use the body to get into a pose.


We use the pose to get into the body»